Östliche Simonyspitze (3472m)

Mitte Sommer 2019 ging es ins Virgental und dort parkten wir am letzten möglichen Parkplatz bei Ströden (1400m). Von dort ging es zu Fuß weiter in da Maurer Tal, immer entlang der Materialseilbahn die zur Essener-Rostock Hütte (2207m) führt, in der wir auch Nächtigten.

Am nächsten Tag nach einem gutem Frühstück ging es um 7.00 Uhr in Richtung Norden. Nach ca. 20 Minuten teilt sich der Weg in Richtung Nord-West und wir folgen der Beschriftung Simonyspitzen/Dellacher Keesflecke, danach geht es relativ schnell Bergauf, bedeutet viel Höhenmeter auf wenig Distanz.

Die eigentlichen „Schwierigkeiten“ beginnen ca. auf 3000m, hier haben wir auch die Kletterausrüstung angelegt. Man quert knapp an der Felswand etwas nach rechts (ca. 100m), bei uns war hier ein Schneefeld. Danach sieht man scharf links eine art Steinerne Rinne (Steinmännchen sollte sichtbar sein) die man raufklettert (ca. 20m) um auf den Grat zu gelangen. Die Rinne stellt wahrscheinlich auch die Schlüsselstelle dar, sie ist nicht schwer (3 Schwierigkeitsgrad hätte ich gesagt) aber unangenehm da viel loses Gestein herumliegt und diese auch etwas Erdig ist. Am Ende der Rinne befindet sich ein Abseilstand an der man am Rückweg gemütlich abseilen kann. Am Grat angekommen geht es leicht und kaum ausgesetzt weiter. Das wechselnde Gehgelände und die leichten kurzen Kletterstellen (max. 3, eher Leichter) machen wirklich Lust und Spaß.

Wer neu im Alpinen Gelände ist kann hier auch perfekt mit Mobilen Sicherungsgeräten üben, da das Gestein wirklich Bombenfest ist und man relativ leicht jede Sicherungsmöglichkeiten findet.

Den krönenden Abschluss bildet die (noch) vergletscherte Eiskuppe am Ende des Grates. Hier legten wir auch die Steigeisen an und es ging unschwierig über das Eisfeld weiter, das Eisfeld nimmt zum Ende hin an Steilheit zu, jedoch würde ich sagen das es sich auf 30°-35° maximale Steilheit beschränkt. Die letzten 200m quert man am Firngrat zum Gipfel der leider kein Gipfelkreuz hat. Eigentlich wollten wir die Überschreitung auf die westliche Simonyspitze machen, diese kann man in unter 1 Stunde mitnehmen und führt über einen zusätzlichen Verbindungsgrat im 2-3 Schwierigkeitsgrad mit Schlussanstieg wieder im Firn/Eis. Jedoch schlug das Wetter vom Westen her schon um und wir Entschieden uns nach der Östlichen Simonyspitze wieder den Abstieg anzugehen.

Im großen wirklich wunderschöne Tour in rauer Alpinwelt zwischen Großvenediger und Dreiherrenspitze in der man viele Stunde verbringen kann.

(PS: Coverbild ist nicht von mir, jedoch zeigt es den wunderschönen Grat und die beiden Simonyspitzen in voller Pracht das ich auf meinen Bildern nicht einfangen konnte.)

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